Unterkonstruktionen.

Optimale Unterkonstruktionen.

Verarbeitungsrichtlinien für Unterkonstruktionen.

So erstellen Sie die optimale Unterkonstruktion für Wand und Decke 

Die Wahl der geeigneten Unterkonstruktion für Wände oder Decken hängt von vielen Faktoren ab. Deshalb ist es wichtig, anfangs die Auswahl des Systems sorgfältig vorzunehmen. 

Dabei sollten die nachfolgenden Anforderungen berücksichtigt werden:

  • Schallschutz
  • Brandschutz
  • Feuchtigkeitsbeanspruchung
  • Oberflächenbeanspruchung
  • Oberflächenbeschichtung
  • Benötigter Installationshohlraum
  • Lastenbefestigung
  • Erdbebenanforderungen
  • Einbauten

 

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Verarbeitung von Unterkonstruktionen für Wandsysteme 

Bevor mit der Wand-Unterkonstruktion begonnen werden kann, sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • Welcher Plattentyp wird auf die Unterkonstruktion aufgeschraubt?
  • Welches Format besitzt die zu montierende Trockenbauplatte?
  • Wie viele Lagen werden montiert?
  • Sind Dilatationsfugen gemäss System und Gebäudedilatationen berücksichtigt?
  • Welche Anforderungen bestehen bezüglich:

– Korrosionsschutz
– Wandhöhe
– Installationshohlraum
– Lastenbefestigung
– Einbauten
– Erdbebensicherheit?

  • Bestehen spezielle Vorschriften zum gewählten System?
  • Der Wand- und Deckenanschluss sollte auf die jeweiligen Anforderungen angepasst werdenund vor Beginn der Montagearbeiten bestimmt werden.
  • Der Untergrund muss geprüft werden, damit die geeigneten Befestigungsmittel eingesetzt werden können.

 

Montageanleitung: Wie erstelle ich eine Einfachständer-Wand? 

Vorbereitung der Profile

  • Die Lage des Rigips® U-Wandprofils wird gemäss Bauplan eingemessen (Beplankungsdicke beachten) und am Boden angezeichnet.
  • Mit einem Laser werden die Markierungen an Decke und Wand übernommen und mittels Schnurschlag verbunden. 

Einfachständerwand Systemaufbau.

  • Nun wird gekennzeichnet, auf welcher Seite der Markierung das Profil zu befestigen ist.
  • Allfällige Wandöffnungen müssen eingezeichnet werden.
  • Die Länge des Boden-, Wand- und Deckenanschlusses wird gemessen um die entsprechenden Rigips® Profile zuzuschneiden. 

Messung und Markierung.

Hinweis: Das Rigips® Profil kann mit einer Blechschere, Schlagschere, einem Knapper oder einer langsam drehenden Formatkappsäge mit geeignetem Sägeblatt geschnitten werden. Schnelldrehende Trennscheiben werden nicht empfohlen, da durch die Reibung eine grosse Hitze entsteht, welche den Korrosionsschutz des Profils beschädigt.

Dichtungsfilz aufkleben 

  • Der Dichtungsfilz ist auf die zugeschnittenen UW- und CW-Profile zu kleben. Durch das Anbringen eines Rigips® Filzstreifens wird die Schallübertragung abgemindert. 

Dichtungsfilz.

 

Montage der Profile

  • Das UW-Profil wird an Boden und Decke montiert.
  • Das CW-Profil wird an die Wand angebracht.
  • Die Befestigung in Beton erfolgt standardmässig mit Rigips® Nageldübeln 6 x 35 mm.

Montage der Profile.

  • Alternativ kann die Montage auch mit einem Bolzensetzgerät erfolgen.  
Bolzensetgerät.
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  • Die Achsabstände der CW-Profile sind in der Regel 62.5 cm und somit auf die Plattenmasse von 125 cm abgestimmt.
    Der Wandanschluss wird zuvor mit dem Rigips® Filzstreifen beklebten C-Wandprofil gemacht. 
CW-Profil.
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  • Die Profile werden in die UW-Profile gestellt. Dabei zeigen die offenen Seiten in Montagrichtung der Beplankung.
  • Die werkseitigen Profilausstanzungen sollten auf einer Höhe liegen, damit allfällige Leitungen in horizontaler Linie zu liegen kommen. Dies vereinfacht die spätere Dämmung der Hohlräume. 

UW-Profile.

  • Eine Fixierung durch Vercrimpern kann hilfreich sein. Das Verschrauben oder Vernieten von CW- und UW-Profilen ist jedoch nicht zulässig. 

Vercrimpen.

Weitere Anleitungen benötigt?
In unserem Tutorial für Montagewände zeigen wir Ihnen den Vorgang detailgetreu. 

Weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen (Doppelständer etc.) und Infos zu Unterkonstruktionen für Wandsystemen finden Sie in unseren Verarbeitungsrichtlinien. 

Verarbeitung von Unterkonstruktionen für Deckensysteme 

Bevor mit der Decken-Unterkonstruktion begonnen werden kann, sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • Sind Dilatationsfugen gemäss System und Gebäudedilatationen berücksichtigt?
  • Bestehen spezielle Vorschriften zum gewählten System?
  • Der Wandanschluss sollte auf die jeweiligen Anforderungen angepasst und vor Beginn der Montagearbeiten bestimmt werden.
  • Zur Auswahl der geeigneten Befestigungsmittel muss der Untergrund geprüft werden. 

Montageanleitung: Wie erstelle ich eine Decke mit Einfachrost und direkt befestigt? 

Einfachrost mit Rigips® Federschienen 

  • Vor der Montage wird die Lage der Profile gemäss den Angaben in der Technischen Dokumentation Rigips eingemessen und angezeichnet.
  • Die Rigips® Federschienen werden mit geeigneten Befestigungsmitteln an der zu bekleidenden Decke montiert. 
Profile für Decken.
  • Die Profile werden beidseitig befestigt.
  • Die Befestigungsmittel werden satt an der Decke angebracht.
  • Muss das Niveau der Decke ausgeglichen werden, empfiehlt es sich, einen anderen Abhängertyp aus dem Rigips Sortiment zu verwenden. 
  • Der letzte Befestigungspunkt darf maximal 150 mm von der Wand entfernt sein. Ist der letzte Befestigungspunkt ≥ 150 mm von der Wand entfernt, kann dieser mit einem Rigips® UAP 29 Profil bis  ≤ 500 mm überbrückt werden. Dieses wird im Abstand von  ≤ 700 mm mit dem geeigneten Befestigungsmittel an der Wand befestigt. Die Rigips® Federschienen werden in das U-Anschlussprofil eingefahren
Befestigung von Deckenprofilen.
  • Ein Justieren der Deckenhöhe ist nur bedingt mit einer geeigneten Schiftung möglich. Müssen Rigips® Federschienen verlängert resp. Angesetzt werden, so wird der stirnseitige Stoss auf einem Befestigungspunkt gemacht. So können beide Teilstücke sauber an der Rohdecke fixiert werden.
Rigips Federschienen.
 

Weitere Anleitungen benötigt? In unserem Tutorial für Montagedecken zeigen wir Ihnen den Vorgang detailgetreu.

Weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen (Doppelrost, abgehängte Decken etc.) und Infos zu Unterkonstruktionen für Deckensysteme finden Sie in unseren Verarbeitungsrichtlinien. 

Verarbeitung von Wandsystemen ohne Unterkonstruktion

Bevor mit dem Aufbau der Alba® Vollgipswände begonnen werden kann, sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • Sind Dilatationsfugen gemäss System und Gebäudedilatationen berücksichtigt?
  • Bestehen spezielle Vorschriften zum gewählten System?
  • Der Wand- und Deckenanschluss sollte den jeweiligen Anforderungen angepasst und vor Beginn der Montagearbeiten bestimmt werden.
  • Der Untergrund muss geprüft werden, damit die geeigneten Befestigungsmittel eingesetzt werden können.

Montageanleitung: Wie erstelle ich eine Vollgipswand ohne Unterkonstruktion? 

Aufbau der Alba® Vollgipswände, einschalig 

  • Die Alba® Vollgipsplatten werden ohne Unterkonstruktion aufgemauert.
    Die Kantenausbildung mit Nut und Kamm ergibt bei der Verklebung mit dem Alba® AGK PLUS Systemkleber eine sichere Verbindung. 
Systemaufbau Alba® Vollgipswände
 
  • Der Wandverlauf wird gemäss Plan eingemessen und angezeichnet. 
Wandverlauf wird eingezeichnet.
 
  • Zur Arbeitserleichterung wird an der Wand eine Latte montiert, welche als Anschlag dient. 
Anschlag erstellen.
 
  • Das zusätzliche Aufstellen von Stützen (Spriessen) dient zur flucht- und lotgerechten Montage.  
Aufstellen von Stützen.
 
  • Der gemäss den Anforderungen ausgewählte Anschlussstreifen wird mit dem Alba® AGK PLUS Systemkleber auf Boden, Wand und Decke geklebt. 
Anschlussstreifen.
 
  • Die Alba® Vollgipsplatten werden mit dem Alba® AGK PLUS Systemkleber an die Anschlussstreifen geklebt.
    Bei den Anschlüssen ist darauf zu achten, dass keine Hohlstellen entstehen. Nuten werden bei den Anschlüssen gefüllt und an der Schnittkante muss genügend Systemkleber angegeben werden.
Vollgipsplatten auf Anschlussstreifen.
 
  • Die erste Plattenreihe wird mit Hilfe einer Aluminium-Richtlatte in die richtige Flucht gesetzt.
    Die Alba® Vollgipsplatten werden satt an die vorher im Lot ausgerichteten Stützen angelegt.
Platten richten.
 
  • Das Auftragen von genügend Alba® AGK PLUS Systemkleber führt zu einer sicheren Verbindung der Alba® Vollgipsplatten. 
Auftragen von Systemkleber.
 
  • Die Alba® Vollgipsplatten werden satt zusammengedrückt.
    Der Alba® AGK PLUS Systemkleber sollte dabei über die ganze Länger der Fugenverbindungen hervorquellen.
    Dies dient zur Kontrolle der sicheren Plattenverbindung.
Zusammendrücken von Vollgipsplatten.
 
  • Die oberste Alba® Vollgipsplatte wird ca. 3 bis 4 cm kürzer geschnitten. So kann die Platte eingefahren werden.
    Anschlüsse an Decken und Wände, welche während der Montage nicht vollständig geschlossen werden konnten, müssen vollständig und ohne Hohlstellen mit dem Alba® AKG PLUS Systemkleber geschlossen werden. 
Anschlüsse an Decken mit Kleber schliessen.
 
  • Sämtliche Anschlussstellen, welche vorher mit dem Systemkleber zugeputzt und abgespachtelt wurden, werden anschliessend mit der Schwedensäge durch einen sauberen – bis zum Anschlusstreifen durchgängigen Schnitt – getrennt. 
Schwedensäge.
 
  • Der homogene Aufbau der Alba® Vollgipswände ergibt einen gleichmässigen Untergrund und bietet eine ideale Grundlage für weiterführende Arbeiten. 
Alba Vollgipswand.
 

Infos

Hier finden Sie die umfassenden Verarbeitungsrichtlinien mit vertieften Infos zum Thema Unterkonstruktionen

Heft 21: Wandsysteme ohne Unterkonstruktionen

Heft 22: Unterkonstruktionen für Wandsysteme

Heft 23: Unterkonstruktionen für Deckensysteme